Verbessern Sie Ihre Traumerinnerungen

Dieser Artikel ist Teil der "Wie man klarträumt" Serie. Bei den meisten Menschen die Erinnerung an ihre Träume nicht sehr ausgeprägt. Das liegt daran, daß in unserer Gesellschaft nur sehr wenige Menschen auf die Wichtigkeit der Kommunikation mit dem inneren Selbst achten oder Wert legen, und auch daran, daß dieses Wissen verloren gegangen ist. Stellen sie sich vor, eine Frau hätte vor 200 Jahren behauptet sie wäre im Traum vollbewusst durch die Lüfte geritten... wir alle kennen die Konsequenzen, die so etwas damals nach sich zog.

Wie verbessert man nun also seine Erinnerungen? Zunächst empfehle ich eine Umprogrammierung des eigenen Bewusstseins, indem man den Träumen einen höheren Stellenwert im Alltag einräumt. Sagen Sie sich über den Tag verteilt und vor dem Einschlafen so etwas wie “Ich erinnere mich an meine Träume”. Verknüpfen sie diese Suggestion mit alltäglichen Dingen, so daß sie automatisch daran erinnert werden. Zum Beispiel immer wenn sie in ein Auto einsteigen oder auf die Toilette gehen… “Ich erinnere mich an meine Träume”.

Gleichzeitig beginnen sie damit, ein kleines Traumtagebuch zu führen. Kaufen sie sich ein schönes liniertes DIN A5 Buch in einem Schreibwarenladen, und legen sie es zusammen mit einem guten Schreibgerät neben ihr Bett auf den Nachtschrank. Sofort nachdem sie aufwachen nehmen sie es zur Hand und schreiben Datum, Uhrzeit und einen kleinen Titel für ihren Traum oben auf die Seite. Diese “Kopfzeile” können sie auch später einfügen wenn es ihnen leichter fällt. Schreiben sie nun alle wichtigen Punkte und Geschehnisse des Traums auf. Verlieren sie sich nicht in unwichtigen Details, denn mit zunehmender Praxis werden sie ganze Romane träumen, die sie unmöglich morgens im Bett aufschreiben können.

Wenn sie technisch begabt sind und Lust und Zeit haben, habe ich noch eine etwas andere Technik aus einem englischen Buch über luzides Träumen:

Kaufen sie sich ein kleines Diktiergerät, das sie neben ihr Bett legen. Kaufen sie sich zusätzlich eine gute Spracherkennungssoftware, die diktierten Text für sie aufschreibt und installieren sie sie auf ihrem Computer. Sofort nach dem Aufwachen nehmen sie das Diktiergerät zur Hand und sprechen den kompletten Traum einfach dort hinein. Tun sie dann ihre morgendliche Routine, und schließen sie dann das Diktiergerät einfach an den Computer mit der Spracherkennung an. Legen sie eine große Word-Datei oder ähnliches an, und versehen sie den Traum mit der oben erwähnten Kopfzeile. Auf diese Weise können sie relativ leicht auch sehr ausführliche Traumberichte festhalten. Die Rechtschreibung ist wahrscheinlich nicht optimal, aber für ein Traumtagebuch reicht es.

Ich persönlich bevorzuge jedoch die Methode mit dem kleinen Buch auf dem Nachttisch, und übertrage die Traumnotizen regelmäßig in ein Computerprogramm. Ich habe festgestellt, daß es so viel einfacher ist die Übersicht zu behalten. Außerdem verstärkt das zweifache Rekapitulieren des Trauminhalts die Erinnerungsfähigkeit ganz enorm, und man kann vielleicht sogar weitere wichtige Details des Traums beim zweiten Durchgang hinzufügen.

Damit haben sie ein Werkzeug in der Hand, das ihnen helfen kann ihre bewussten Erinnerungen an das Traumleben extrem zu steigern. Normal sind vier bis sechs Träume pro Nacht, und sie sollten nach einiger Übung in der Lage sein, alle diese Träume morgens zu notieren. Selbst wenn ihnen am Anfang nur ein oder zwei Worte zu einem Traum einfallen – schreiben sie diese auf. Der Erfolg wird sich rasch einstellen. Der nächste Schritt zum Klarträumer ist die Erhaltung bzw. Wiedererlangung des Bewusstseins im Traum. Doch dazu in einem späteren Artikel.


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